Echolote und Fischfinder bedienen und auswerten

Echolote und Fischfinder – Was man über die Bedienung wissen sollte

Ein Echolot oder ein Fischfinder gehören zu den eher jüngeren Errungenschaften, die sich ein Angler heutzutage zulegt, um damit seine Aussicht auf einen erfolgreichen Fischfang zu vergrößern. Aber oftmals kommt die Verwendung der Geräte noch einer höheren Wissenschaft gleich, da man häufig nicht genau weiß, was Echolot und Fischfinder eigentlich können. Darum wird im Folgenden erklärt, wie man die Geräte richtig bedient und die Ergebnisse auswerten muss.

Das Echolot-Prinzip kurz erklärt:

fischfinder-echolotEin Echolot kann ein Bild von einem Gewässer darstellen, indem es nicht hörbare Schallwellen, auch Ultraschall genannt, aussendet und empfängt. Dabei macht sich das Gerät zwei Eigenschaften der ausgesendeten Ultraschall-Signale zu nutze, nämlich die Dauer und ihre Stärke. Um es einfacher zu verstehen, muss man sich ein Gewässer wie eine Tischtennisplatte vorstellen, wobei das Echolot ein Schläger und das Ultraschall-Signal der Ball ist. Wenn die Ultraschall-Welle ausgesendet wird, trifft sie irgendwann auf den Grund des Gewässers und wird von diesem zurückgeworfen, sodass sie wieder beim Echolot ankommt. Die Dauer Zwischen dem Aussenden und dem Empfangen des Signals misst das Gerät, um festzustellen, wie tief das Gewässer eigentlich ist. Wenn es Hindernisse wie Steine oder auch Fische gibt, prallt der ausgesendete Ultraschall auch von diesen Objekten ab und wird entsprechend früher zurückgeworfen, sodass das Echolot erkennen kann. Allerdings reflektieren nicht alle Objekte Ultraschall auf die gleiche Weise. Weichere Dinge wie Pflanzen oder Fische lassen ein deutlich schwächeres Signal zum Echolot zurückprallen als ein harter Untergrund. Auf diese Weise kann das Gerät genau differenzieren, was sich alles im Wasser befindet und von welcher Beschaffenheit es ist.

Echolot und Fischfinder richtig benutzen:

Damit man beim Angeln überhaupt zuverlässige Ergebnisse von den Geräten bekommen kann, ist es wichtig, sich im Vorfeld mit einem gekauften Echolot bzw. einem Fischfinder überhaupt vertraut zu machen und sich die Gebrauchsanweisung gründlich durchzulesen. Denn die Geräte arbeiten nicht alle gleich. So gibt es beispielsweise Fischfinder, die in einem Tiefenbereich bis zu 30m tauglich sind, während andere Geräte es sogar auf bis zu 100 Tiefenmeter schaffen. Viele Geräte bieten außerdem einen verstellbaren Frequenzbereich an, was eine Rolle für den Scanwinkel spielt. Um eine breitere Region abzusuchen, empfiehlt sich dabei immer eine geringere Frequenz, die dann zwar auch ein schwächeres Signal aussendet, aber einen Eindruck davon vermittelt, wo zum Beispiel größere Fischschwärme sich aufhalten. Wählt man einen höheren Frequenzbereich ist das Signal zwar stärker und es können auch kleinere Fischvorkommen genauer untersucht werden, dafür ist der Suchwinkel aber auch geringer. Diese Einstellung eignet sich deshalb eher dafür, wenn man bereits eine grobe Ahnung davon hat, wo sich Fische befinden können und diesen Bereich dann genauer untersuchen möchte. Darüber hinaus sollte man sich genau anschauen, wie ein Echolot oder ein Fischfinder verschiedene Untergründe darstellt. In der Regel sind harte Objekte sehr dunkel, während weichere Objekte oder besonders weicher Untergrund heller dargestellt wird.

 

Echolot-Bilder auswerten:

fischfinder-echolot-bootWenn man ein Echolot oder einen Fischfinder benutzt, erhält man eine Reihe von Daten, die man zu interpretieren verstehen muss, um entsprechend an den optimalen Stellen angeln zu können. Je nach Ausführung der Geräte unterscheidet sich die Menge der Informationen. Was aber alle Geräte liefern sind generelle Daten wie die Tiefe des abgesuchten Gebietes, die aktuelle Wassertemperatur und eventuell auch die Geschwindigkeit, mit der sich das Echolot vorwärts bewegt. Letzteres spielt dabei eine Rolle, wenn man während der Bootsfahrt Messungen vom Gewässer macht und später die entsprechenden Stellen besser wiederfinden möchte. Moderne Echolote bieten zur Vereinfachung auch Optionen wie GPS an, mit denen ein Angler den zurückgelegten Weg sowie seine aktuelle Position genau bestimmen kann.
Das eigentliche Bild bei einem Echolot ist in der Regel in drei Regionen aufgeteilt. Ganz oben findet sich häufig eine Linie mit einem darunterliegenden eingefärbten oder leicht hervorgehobenen Bereich. Die Linie selbst dient zur Markierung der Wasseroberfläche, während der hervorgehobene Bereich die oberflächlichen Wasserstörungen sind. Diese werden unter anderem durch Witterungsverhältnisse wie starke Winde, aber auch durch die Fahrt des Bootes selbst verursacht und sind normal. Der nächst tiefere Bereich ist leichter zu deuten, da die tieferen Wasserregionen ruhiger sind. Sie taucht auf Echoloten häufig weiß oder schwarz unterlegt auf, damit sich Objekte wie Fische, die dann in den Kontrastfarben oder bei farblichen Displays eingefärbt angezeigt werden, sich entsprechend abheben. Jeder Fischfinder und auch die meisten Echolote zeigen die Positionen von Fischen auf dem Display mit entsprechenden Symbolen an – also beispielsweise stilisierten Fischen, Sicheln, Dreiecken oder dergleichen. Neben den gefundenen Objekten werden aber häufig auch noch Zahlen angegeben, die unter anderem Aussage darüber geben, wie tief sich ein Objekt befindet und wie groß es ist.
Die dritte Ebene des Displays gehört dem Untergrund und kann erfahrenen Anglern dabei helfen, zu unterscheiden, was sie mit ihrem Fischfinder entdeckt haben. Denn wie bereits erwähnt, werden verschiedene Untergrundschichten unterschiedlich stark wiedergegeben. Wenn man nun zum Beispiel einen Fischschwarm nahe dem Grund findet und überlegt, ob es sich um Zander oder um Karpfen handelt, dann liefert eine Analyse des Untergrundes hilfreiche Informationen. Denn Zander bevorzugen eher steinige Regionen, welche beim Echolot deutlich dunkler dargestellt würden als weiche, schlammige Gründe, wie sie Karpfen mögen. Dementsprechend kann man seine Angelstrategie mit Echolot und Fischfinder optimieren, um mit einem Erfolgserlebnis nach Hause zu fahren.

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